OPTIKER ONLINE BEMERKUNGEN

(1) Rahm - Rahmen
(2) Schleyerrahm - Mattglas
(3) Diaphragma - Blende
(4) perpendicular -  im Lot bzw. 90° zur Fläche
(5) Dicke - optische Dichte des Mediums; als Kennzeichnung dient der Brechungsindex. Dieser gibt das Verhältnis der Ausbreitungsgeschwindigkeit des Lichtes im Vakuum zum jeweiligen Medium an. Wasser n=1,333; Kronglas n=1,518; Diamant n=2,417
(6) refringent - lichtbrechend
(7) Incidenz - einfallen, bzw. einfallender Lichtstrahl
(8) Converität - Krümmung (vergleiche convex & concav)
(9) Holländisches bzw. Galliläisches Fernrohr
(10) Terrestrisches bzw. Keplerfernrohr
(11) achromatisch - Bezeichnung für ein Linsensystem mit für zwei Farben behobenen Farbfehler
(12) Polemoscop -
Lichtbrechung(13) Der Autor meint damit, das um 1618 von Snell van Royen (1581-1626) gefundene, Brechungsgesetz (sin e : sin e' = n : n')
(14) Gemeint ist eine Plankonvexlinse
(15) Gemeint ist eine Bikonvexlinse
(16) Focus - Brennpunkt
(17) Taffent - französisch; ein Seidengewebe in Leinwandbindung
(18) hermogen - homogen; so werden optische Medien (z.B. Brillengläser) genannt, wenn die optischen Eigenschaften innerhalb des ganzen Körpers überall gleich sind; d.h. gleicher Brechungsindex, keine Schlieren, ...
(19) Vesiculum - Harnblase
(20) Epikur - griechischer Philosoph (341-271 v.Chr.)
(21) Renatus Cartesius - lateinischer Name für den französischen Denker und Gelehrten Rene Descartes (1596-1650). Descartes war Vertreter des Nationalismus, Mathematiker und Schöpfer der analytischen Geometrie.
(22) Christian Huygens (1629-1695) erklärte das Licht als eine Wellenbewegung; fand das Gesetz der Fliehkraft, erklärte die Doppelbrechung u.v.m.
(23) Petrus van Musschenbroek (1692-1761), Physiker
(24) Sir Isaac Newton (1643-1727), englischer Naturforscher, bahnbrechend in Teilgebieten der Physik. Unter anderem Untersuchung der Spektralfarben. Der Newtonsche Farbenkreisel besteht aus einer Scheibe mit 7 Ausschnitten in den Grundfarben, die bei rascher Drehung Weiß zeigt.
Newton war strenger Vertreter der Teilchentheorie und versuchte den Vorgang von Reflexion und Brechung mittels "fernwirkender Kräfte", welche sich in der Nähe von spiegelnden und brechenden Flächen befänden zu erklären (siehe Buchkommentar).
(25) Roger Bacon (1214-1294), englischer Franziskanermönch; Er schrieb in seinem 1267 veröffentlichten "Opus majus" über plankonvexe Linsen als vorbildliches Werkzeug für Greise und Personen mit schwachen Augen. Er betonte, daß man mit einer plankonvexen Linse noch so kleine Buchstaben in geeigneter Größe sehen könne. (Sigaud de la Fond gab 1292 und Orfort als Sterbejahr und Ort an; in der uns bekannten Literatur wird zumeist 1294 angeführt.)
(26) Alexander de Spina (1313 verstorben), italienischer Dominikanermönch; In der Chronik des Dominikanerklosters zu Pisa nachzulesen: "Bruder Alexander della Spina, ein bescheidener und guter Mann, verstand es alle Erzeugnisse welcher er sah oder von denen er hörte, auch auszuführen. Er fertigt Brillen an, welche zuerst von jemanden gemacht wurden, der darüber aber nichts mitteilen wollte."
(27) Campani und Huygens bauten in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts extrem langbrennweitige Fernrohre (40 Brennweite und mehr) um optische Abblildungs- bzw. Linsenfehler zu vermeiden. Der Nachteil war eine extrem unhandlichen Größe.
(28) Galileo Galilei (1564-1642) entdeckte 1609 mit einem Fernrohr holländischer Bauart die Jupitermonde.
(29) Dollond, fertigte 1760 als erster achromatische Fernrohrobjektive und galt lange als dessen Erfinder; tatsächlich wurde der Achromat von Chester Moor Hall (1704-1771) bereits um 1730 erfunden.
(30) Praxiteles - griechischer Bildhauer um 350 v. Chr. in Athen. Er schuf Götterbilder, unter anderem den Hermes.
(31) Bis in die Mitte des 19. Jahrhundert war Silber in kompakter Form der Spiegelwerkstoff. Die ersten Telescopspiegel aus einer Legierung (66,7% Kupfer, 22,2% Zinn, 11,1% Arsen) wurden 1668 gefertigt. Diese Legierung läßt sich gut schleifen und polieren. Ab Mitte des 19. Jahrhunderts wurden chemisch versilberte Glasspiegel hergestellt. Heute werden Spiegel durch Aufdampfen im Hochvakuum hergestellt.
(32) Archimedes (287-212 v.Chr.) wird die Erfindung des Brennspiegels zugeschrieben. Er soll der Legende nach bei der Belagerung von Syrakus römische Schiffe durch (Hohlspiegel) Brennspiegel in Brand gesetzt haben.
(33) Olaf Römer (1644-1710) stellte astronomische Beobachtungen an und gab 1676, mit Hilfe von Beobachtungen der Jupitermonde, die Geschwindigkeit des Lichtes mit 300.000 km/sek. an.


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