Österreichs Optikermeister empfehlen im Zusammenhang mit Fertigbrillen: Die Tragezeit sollte so kurz wie möglich sein, da der optische Mittelpunkt bei einer Fertigbrille meist nicht dem individuellen Augenabstand entspricht. Übelkeit, Kopfschmerzen, Müdigkeit, Gleichgewichtsstörungen und Sehprobleme können die Folge sein. Ohne entsprechende fachliche Beratung wählen außerdem 95% der Konsumenten eine zu hohe Brillenstärke, da Laien fälschlicher Weise auf die vergrößernde Wirkung und den Lupeneffekt achten. Etwa 90% aller Fehlsichtigen leiden unter Astigmatismus (Verkrümmung der Hornhaut oder Augenlinse), der von einer Fertigbrille nicht ausgeglichen werden kann. Ebenfalls rund 90% der Fehlsichtigen sehen nicht auf beiden Augen gleich schlecht (Anisometropie) und können daher mit einer Fertigbrille nicht optimal versorgt werden. "Ein objektiv "scharfes" Sehen kann mit der Fertigbrille nie erreicht werden, da keine individuelle Sehfehlerbestimmung und Anpassung erfolgt", so Braun zusammenfassend. |
2000-05-11
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