Kindersonnenbrillen
  • Optimaler Sitz und UV-Schutz bei Kindersonnenbrillen wichtig
  • Bruchsichere Gläser schützen Kinderaugen
 

Österreichs Eltern kaufen jährlich etwa 50.000 Kindersonnenbrillen für ihre Sprösslinge. "Alarmierend ist, dass immer noch über die Hälfte aller österreichischen Kindersonnenbrillen nicht im Fachgeschäft erworben werden", berichtet Harald Belyus, Chefredakteur des Optikermagazins optikum. "Neben unzureichenden UV-Schutz, schlecht angepassten Brillenbügeln und Nasenstegen tauchen noch immer NoName-Kindersonnenbrillen mit nicht bruchsicheren Gläser auf. Unternehmen ohne augenoptischem Fachpersonal sind viel zu wenig sensibilisiert und vergessen häufig den Augenschutz der Kleinsten."

Eltern sollten beim Kauf einer Kindersonnenbrille auf Nummer sicher gehen. Der obligate 100%ige UV-Schutz sollte vom Verkäufer unbedingt bestätigt werden können. Sehr gute Gläser schützen bereits bei einer Wellenlänge von 380 Nanometern. Dadurch werden Lichtwellen auch am Anfang des Ultraviolett-Spektrums schon optimal gefiltert.

Bei den Gläsern sollte neben dem UV-Schutz auch auf deren Unzerbrechlichkeit und scharfe Abbildung geachtet werden. Gute Sonnenbrillen müssen schlierenfrei sein und dürfen nicht verzerren. Spezielle Kunststoffe halten sogar starke Schläge, wie etwa bei einem Fahrradsturz, aus.

"Bei der Herstellung hochwertiger Kindersonnenbrillen kommt Polycarbonat als Brillenglasmaterial immer mehr zum Einsatz", verrät Geschäftsführer Ewald Hofbauer vom Kinderbrillenhersteller Eschenbach. Dieses Material hat sich im professionellen Augenschutzbereich längst bewährt, da es sehr robust und schlagfest ist. Manche Gläser sind sogar spezialbeschichtet, damit dem Zerkratzen Einhalt geboten wird. Billige Sonnenbrillen sind oft schon nach wenigen Wochen durch Kratzer unbrauchbar.

"Bei der Anschaffung sollte unbedingt auch auf einen perfekten Sitz geachtet werden. Kinderhaut ist für Druckstellen wesentlich empfindlicher als jene der Erwachsenen", erklärt Optikermeister Oliver Svadlenak, selbst Vater zweier Kinder. Zu streng sitzende Brillen verursachen schmerzende Beeinträchtigungen. Sitzt der Sonnenschutz zu locker, stört seitlich einfallendes Sonnenlicht und blendet. Fachoptiker verfügen über spezielle Anpassgeräte und Werkzeuge um Brillenbügel und Nasenstege an die Anatomie der Kids anzupassen. Außerdem wird der Fachmann - auch bei nachträglichen Wachstumsschüben - gerne die Sonnenbrille neuerlich optimal einstellen. Hochelastische Fassungsmaterialien können sich weniger verbiegen und garantieren auch auf lange Sicht einen guten Sitz der Kinderbrille.

Kinderbrillen sollten mindestens den gleichen Qualitätsstandard wie jene für Erwachsene aufweisen. Immer mehr Eltern legen aber neben den technischen Produktvorteilen Wert auf schickes Design. So bringen Top-Labels, wie zum Beispiel Ray-Ban, mittlerweile eine eigene Sonnenbrillen-Kollektion für Kinder auf den Markt.



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© 2003 Harald Belyus