Ab dem 40. Lebensjahr macht sich schleichend die Alterssichtigkeit
bemerkbar. Bücher und Zeitungen müssen immer weiter weg gehalten
werden um die Schriften lesen zu können. Dies ist bei den meisten
Menschen der Zeitpunkt zu Anschaffung der ersten Lesebrille. Mit bifokalen
Kontaktlinsen kann gutes Sehen wieder von nah bis fern erfolgen. Die
heutigen Kontaktlinsen-Systeme führen fast immer zum Erfolg. Wichtig
ist die Wahl des individuell besten Systems.
Bifokale
Kontaktlinsen sind sowohl in formstabiler als auch in weicher Ausführung
erhältlich. Mittlerweile sind diese speziellen Sehhilfen sogar
als Monats- Zweiwochen und Tageskontaktlinse erhältlich.
Etwa 1,5 Millionen Österreicher gehören zur Gruppe der 45
bis 60jährigen*. Die Menschen dieses Altersabschnittes sind weitaus
aktiver als frühere Generationen und wünschen sich eine möglichst
uneingeschränkte Lebensqualität. Dabei steht das gute Sehen
nicht nur im Beruf einen hohen Stellenwert dar. Die Gruppe der alterssichtigen
Personen ist zumeist kulturell und sportlich engagiert - dabei kann
Wie funktionieren bifokale Kontaktlinsen?
Die uneingeschränkte Sicht von nah bis fern kann durch unterschiedlichste
Aufbauten der Kontaktlinsen herbeigeführt werden. Man unterscheidet
zwischen Systemen bei denen Fern- und Nahteil gleichzeitig oder alternierend
je nach gewünschter Blickentfernung vor der Pupille liegen. Beide
Systemarten haben unterschiedliche Vor- und Nachteile.
Bei den alternierenden
Systemen blickt der Kontaktlinsenträger je nach Entfernung
entweder durch Fern- oder Nahzone der Kontaktlinse. Der Nahteil
befindet sich also nur beim Blick in die Nähe vor der Pupille.
In Folge entsteht auf der Netzhaut jeweils eine scharfe Abbildung.
Die Verschiebung erfolgt beim Blick nach unten
mit Hilfe des Unterlides. Schlaffe Unterlider oder ungünstige
Lidstellungen können sich bei alternierende Systemen nachteilig
auswirken.
Das alternierende System ist optimal für
breits bestehende Träger formstabiler Kontaktlinsen geeignet.
Die Umgewöhnung ist minimal. Lediglich unmittelbar nach dem
Lidschlag kann es in einigen Fällen zu einem geänderten
Sehen kommen, da die Kontaktlinse kurz hochgezogen wird und der
Blick für einen Sekundenbruchteil durch den Nahbereich erfolgt.
Die Hersteller bifokaler Kontaktlinsen bieten
unterschiedliche Bauformen der Nahsegmente an. Ihr Kontaktlinsenoptiker
misst Ihnen die richtige Bauform inivieduell an. |

Abwechselndes System beim Blick in die Ferne.
Die Nahbereiche sind grün markiert.

Abwechselndes System beim Blick in die Nähe. Die Blicksenkung
verschiebt die Kontaktlinse zum Nahbereich.
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Bei den sogenannten
simultanen Systemen befinden sich alle Zonen für die unterschiedlichen
Entfernungen gleichzeitig vor der Pupille. Es entstehen folglich
vom angeblickten Objekt zwei überlagernde Bilder auf der
Netzhaut. Je nach Entfernung des angeblickten Objektes sorgt die
zuständige Zone für eine scharfe Abbildung auf der Netzhaut.
Die Zone für die andere Entfernung steuert ein unscharfes
Netzhautbild bei, welches vom Träger der Kontaktlinsen allerdings
sehr einfach "auszublenden" ist.
Der Träger solcher Systeme lernt innerhalb
weniger Tage das jeweils unschärfere Netzhautbild zu unterdrücken
und sich auf die scharfe Abbildung konzentrieren. Dies geschieht
im kortikalen Bereich des Sehzentrums.
Neben der bewährten Aufteilung in einen
Nah- und Fernbereich bieten einige Hersteller auch innovative
Designs mit mehreren, ringförmig angeodneten abwechselnden
Fern- und Nahbereichen an. Außerdem stehen mittlerweile
sogar multifokale Systeme zur Verfügung mit denen man stfenlos
von der Ferne bis zur Nähe scharf sehen kann.
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Fern- und Nahbereich befinden sich gleichzeitig
vor der Pupille. Die Nahbereiche sind
grün markiert.

Moderne Bauarten mit Ringen oder asphärischen "übergangslosen"
Segmenten.
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Bifokale Kontaktlinsen steigern die Lebensqualität enorm. Die
Auswahl und Vielfalt der am Markt angebotenen Systeme garantieren eine
hohe Erfolgsquote bei der Verwendung dieser High-Tech-Kontaktlinsen.
Der Kontaktlinsenoptiker ist Spezialist
für die individuelle Anpassung bifokaler Kontaktlinsen.
Produktinfos zu einzelnen Systemen findet man im Fachmagazin optikum
(1•2•3•4•5•6•7).
*Quelle: Statistik Austria 2002
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