Etwa die Hälfte aller österreichischen Brillenträger sind nicht nur kurz- oder weitsichtig, sondern haben zusätzlich eine Hornhautverkrümmung über 0,50 Dioptrien. Kontaktlinsen können im Vergleich zur Brille gerade bei dieser Art von Fehlsichtigkeit zu einer Verbesserung der Sehschärfe verhelfen. Harte Kontaktlinsen gleichen leichte bis mittelgradige Hornhautverkrümmungen aufgrund ihrer Formstabilität zumeist automatisch aus. Bei der Wahl weicher Kontaktlinsen benötigen Konsumenten mit einer Hornhautverkrümmung allerdings eine in die Linse eingebaute torische Korrektur. Moderne Bauarten ermöglichen seit neuestem bei fast allen Arten der Hornhautverkrümmung eine Korrektur mit Kontaktlinsen.
Weiche Kontaktlinsen mit eingebauter Korrektur der Hornhautverkrümmung dürfen sich am Auge nicht verdrehen. Nur in einer ganz genau definierten Achsenlage kann die benötigte optische Wirkung erzielt werden. Genau hier liegt der Knackpunkt. Um ein Verdrehen der Kontaktlinsen zu vermeiden, bedient man sich unter anderem der Schwerkraft. So besteht bei weichen, torischen Kontaktlinsen die Möglichkeit mittels eines tiefen Schwerpunktes die Linse in der richtigen Drehung zu halten.
Kontaktlinsenhersteller wie Bausch & Lomb, Bilosa, Ciba Vision und Galifa bieten auch eine weitere Art von torischen Weichlinsen an. Mit Hilfe von Verdünnungen in der vertikalen Achse wird der Druck der Lider am Augapfel ausgenutzt. Die clevere, dynamische Kontaktlinse dreht sich so nur aufgrund des natürlichen Liddrucks in die richtige Position und ermöglicht so fast allen Fehlsichtigen mit einer Hornhautverkrümmung eine Sehschärfe die über jener mit Brille liegt.
Mit Hilfe der neuen Kontaktlinsen Geometrien ist bei fast allen Arten von Fehlsichtigkeiten die Versorgung mit harten oder weichen Kontaktlinsen möglich. Eine Liste von Kontaktlinsenoptikern findet man in der Datenbank der Fachoptiker. Informationen über Brillen und Kontaktlinsen
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